Machinima – Was steckt dahinter?

Was ist Machinima?
Als ich das erste mal da Wort “Machinima” gehört habe, konnte ich mir beim besten Willen nichts darunter vorstellen. Ich habe mich nun damit etwas näher beschäftigt und möchte euch nun dieses Thema etwas näher bringen.
Um es kurz und knackig auf den Punkt zu bringen: Machinima sind Filme die mit Hilfe des PCs erstellt werden. Am besten sehr ihr euch nachfolgendes Video an um einen Eindruck davon zu bekommen.
Das Wort Machinima stammt aus dem englischen und setzt sich aus den Wörtern „machine“, „cinema“, und „animation“ zusammen. Man produziert also mit Hilfe des Computers und zB. einer Game-Engine einen Film.
Der Vorteil liegt auf der Hand: Man kann recht unkompliziert und mit relativ wenig Aufwand wahre Meisterwerke erschaffen.
Diese selbst produzierten Filme können in Echtzeit wiedergegeben werden, aber häufig werden diese der Einfachheit halber als Download angeboten.
Geschichte
Der Grundstein bzw der richtige Durchbruch haben die Machinima-Filme dem Spiel Quake zu verdanken. Anfangs begann man damit, seinen Triumph gegenüber seinem Gegner aufzuzeichnen um auch anderen zeigen zu können wie gut man ist. In weiterer Folge entwickelten sich dann auch sogenannte „Speed-Runs“, die, wie der Name schon vermuten lässt, das Ziel hatten, einen Level in Quake so schnell als möglich zu durchqueren.
Der erste richtige Machinima-Film ließ dann nicht lange auf sich warten und entstand im Jahr 1996. Damals schrieb der Leipziger Physiker und Programmierer Uwe Girlich das Programm LMPC (Little Movie Processing Centre). Dieses Programm legte sozusagen den Grundstein dafür, nicht nur das Spielgeschehen zu filmen, sondern auch eine tiefer gehende Handlung mit Hilfe der Game-Engine aufzuzeichnen. Bis 1998 bezeichnete man diese Filme auch noch als so genannte „Quake-Movies“, da dafür hauptsächlich die Quake-Engine eingesetzt wurde.
Machinima Heute
Mittlerweile gibt es eine große Machinima-Community im Internet und es gibt unzählige Webseiten die sich diesem Thema verschrieben haben. Mittlerweile gibt es auch das seit 2002 jährlich stattfindende „Machinima Film Festival“ das die besten Beiträge kürt und dies anschließend auf DVD veröffentlicht Eines der wohl bekanntesten Machinima ist „Apartment Huntin“ das im Jahr 1999 von dem Ill Clan produziert wurde. Diese eher kurze Comedy-Episode zog eine ganze Serie von Nachfolgern nach sich.
Da die Spiele respektive die Game-Engines immer größere Fortschritte in Sachen Grafik machen, steigt somit auch die Qualität von Machinima-Filmen.
Man muss sich jedoch nicht unbedingt auf Game-Engines beschränken. Es gibt professionelle Programme wie etwa Cinema4D oder Maya mit denen es möglich ist selbst zum Filmemacher zu werden, vorausgesetzt man hat auch etwas Interessantes zu erzählen.
Sollten einem die hohen Kosten dieser Profiprogramme erschrecken, so kann man auch noch auf Open Source Software wie z.B. Blender zurückgreifen, die kostenlos im Internet erhältlich sind.
Vom Underground zum Mainstream
Ein weiteres bekanntes Machinima Video. Das besondere daran ist, dass die Orginalszenen von der South Park Episode durch Szenen aus Halo 3 ersetzt wurden.
Diese Art der „Kunst“ war anfangs im „Untergrund“ zu Hause, doch diese Zeiten haben sich geändert.
Während der Dreharbeiten zu dem Film „A.I. – Künstliche Intelligenz“ im Jahr 2001 benutzte Steven Spielberg Unreal Tournament um Szenen, die Spezialeffekte enthielten, damit zu testen.

Im Jahr 2006 haben die Macher der Serie South Park in Zusammenarbeit mit Blizzard Entertainment Machinima-Techniken für die Folge „Make Love, Not Warcraft“ benutzt. Diese Folge hat später auch den Primetime Emmy Award gewonnen.
Machinima gewinnt immer mehr an Popularität und wir freuen uns auf viele weitere, kreative und originelle Machinima-Filme.